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Historische Sehenswürdigkeiten und Denkmäler

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Philadelphia wurde 1682 von William Penn, einem aus England stammenden Quäker, gegründet. Vom englischen König Charles II. erhielt er Land in der Größe des heutigen Bundesstaates Pennsylvania, zu dem auch das etwa fünf Quadratkilometer große Gelände zwischen dem Delaware River und dem Schuykill River gehörte. Auf der Grundlage religiöser Freiheit legte Penn genau hier den Grundstein für eine neue Kolonie. Seinen Traum von Philadelphia als dem "heiligen Experiment" hatte er dabei wohl durchdacht. Mit dem Ziel, eine "grüne Stadt auf dem Land" zu erschaffen, beauftragte er Captain Thomas Holmes mit dem Entwurf einer klar gegliederten Stadt, durch die sich breite Straßen ziehen und die über zahlreiche öffentliche Grünanlagen verfügen sollte. Die öffentlichen Plätze, um welche die Stadt angelegt wurde, gibt es bis heute, zum Beispiel Washington, Franklin, Rittenhouse und Logan Square. Die heutige City Hall, das Rathaus, steht zentral auf dem Center Square. Aufgrund der günstigen Lage nahe der Atlantikküste und der gut zugänglichen Hafenanlagen wuchs Philadelphia im 18. Jahrhundert schnell zur zweitgrößten Stadt der englischsprachigen Welt heran und wurde zum kulturellen Zentrum der Neuen Welt.

Die Geschichte Philadelphias von 1774 bis 1800 ist eng mit der amerikanischen Revolution und dem Entstehen der Vereinigten Staaten von Amerika verbunden. Mit der Ausdehnung der Kolonien entwickelte sich Philadelphia zum Zentrum des immer stärker werdenden Strebens nach Freiheit. Der erste Kontinentalkongress, auf dem allseits die große Unzufriedenheit gegenüber der englischen Krone und König George III. zum Ausdruck gebracht wurde, trat im Jahr 1774 in der Carpenters' Hall in Philadelphia zusammen. Im State House, das man später in Independence Hall umbenannte, versammelte sich 1775 der zweite Kontinentalkongress, der in der Folge die Unabhängigkeitserklärung ausarbeitete. Das State House war auch der Ort, an dem die Kolonien im Jahr 1776 ihre Unabhängigkeit proklamierten. Zwischen 1790 und 1800 war Philadelphia dann Hauptstadt der neuen Nation, bevor der Regierungssitz nach Washington D.C. verlegt wurde. Die Geschichte der Gründung der USA ist im Independence National Historical Park dokumentiert, der vom United States National Park Service betreut und gerne als die "geschichtsträchtigste Quadratmeile der USA" bezeichnet wird.

Folgende historische Sehenswürdigkeiten stehen Besuchern offen:

Liberty Bell (Freiheitsglocke)
Die wohl berühmteste Glocke der Welt wurde von der Gießerei Whitechapel Bell Foundry in London gegossen und 1752 nach Philadelphia geschickt, um das neue Pennsylvania State House, die heutige Independence Hall, zu schmücken. Noch bevor sie aufgehängt wurde, entdeckte man einen Riss, woraufhin sie von zwei Handwerkern aus Philadelphia, John Stow und John Pass, neu gegossen wurde. Geläutet wurde die Glocke, um die Bürger Philadelphias zu wichtigen Anlässen zusammenzurufen, wie zum Beispiel zur ersten Verlesung der Unabhängigkeitserklärung. Das letzte Mal schlug die Glocke im Jahr 1846 zum Geburtstag von George Washington. Obwohl sie bei diesem Anlass einen neuen Sprung bekam und seitdem nicht mehr läuten kann, wurde die Freiheitsglocke für Generationen von Amerikanern zu einem Symbol für Freiheit und Unabhängigkeit. Besucher können die Liberty Bell besichtigen und dabei Interessantes über die Geschichte und Bedeutung der Glocke erfahren. Der Eintritt in den Pavillon der Freiheitsglocke ist frei. Die Geschichte der Glocke liegt übersetzt in mehreren Sprachen vor, darunter auch in Deutsch.

Independence Hall
Als Pennsylvania State House in der Zeit von 1732 bis 1756 erbaut, ist dies der Ort, an dem die Unabhängigkeitserklärung von der Versammlung angenommen und die Verfassung der USA aufgesetzt wurde. Neben der Independence Hall liegt die Congress Hall, in der der amerikanische Senat und das Repräsentantenhaus zwischen 1790 und 1800, als Philadelphia Hauptstadt der USA war, zusammenkamen. Auf der anderen Seite der Independence Hall liegt die Old City Hall, in der zwischen 1791 und 1800 der Oberste Gerichtshof der USA untergebracht war. Es werden zeitlich festgelegte, kostenlose Führungen angeboten. Die Eintrittskarten können entweder am selben Tag beim Independence Visitor Center (6th und Market Street) erworben oder vorab im Internet unter reservations.nps.gov/ bestellt werden.

Carpenters’ Hall
Dieses im georgianischen Stil errichtete Gebäude wurde zwischen 1770 und 1774 für die Zunft der Zimmerleute erbaut. 1774 trat hier der erste Kontinentalkongress zusammen, und während des Unabhängigkeitskrieges wurde es als Krankenhaus genutzt. Besucher können heute Teile des Gebäudes besichtigen.

Second Bank of the United States
Das im 19. Jahrhundert im griechisch-neoklassizistischen Stil erbaute, frühere Bankgebäude beherbergt eine Portraitgalerie mit Gemälden von führenden Persönlichkeiten und Politikern aus der Kolonialzeit der USA.

Franklin Court
An dem Ort, auf dem einst das Haus Benjamin Franklins stand, ist heute eine Stahlkonstruktion zu sehen, die einen Eindruck von der Struktur des damaligen Hauses vermittelt. Hier stehen auch das erste Postamt der USA, einige archäologische Fundstücke und eine Druckerei aus dem 18. Jahrhundert.
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